Moin moin allerseits,
1. AI-Report zu
Polizeigewalt in der BRD
~~~ BRD - Gewalt der Polizei soll
Namen habe
2. Palästina - Fünf Jahre lang BDS-Kampagne gegen
Besatzer
~~~ Israel - Handeln nach Konvoi-Massaker
erforderlich
3. Jagd auf den Iran - Wieder Steinigungsgerücht
4. Lammert-Spaß: Kommunisten jagen
5. EU - Wird deutsches Asyl"recht" entschärft?
6. Ergänzungen
6.01 SWIFT-Skandal
6.02 Gaza - Blockade bleibt
6.03 Betriebsräte - Sozialpartner
oder Interessenvertreter?
6.04 Abu-Hamza-Prozeß
6.05 BRD - Menschenrechte nur handverlesen
(G-Bay-Häftlinge)
6.06 Griechenland
-
Im sozialen Abwehrkampf gegen EU/IWF-Diktat
6.07 Kuba - Ein Drittel der "Politischen"
kommt frei
6.08 Vom "Gefährder"
zum Terroristen (Rami M. u.a.)
6.09 Kundus-Massaker - Untersuchungsausschuß
6.10 G-Bay - Der Al-Qosi-Prozeß
6.11 Irak-Krieg - Massaker durch
Wikileaks aufgeklärt?
6.12 Irak-Krieg - Lügner Blair
(Chilcot Commission)
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1. AI-Report zu Polizeigewalt in der BRD
Auszug aus dem Kapitelverzeichnis des neuen ai-Reports über mißbräuchliche
Polizeigewalt in der BRD:
- Schlussfolgerungen und Empfehlungen
- Zur Identifizierung der Polizeibeamten
- Zur Video- und Audioüberwachung in Gewahrsamsbereichen
von Polizeiwachen
- Zu Garantien im Gewahrsam
- Zur Aus- und Fortbildung sowie Menschenrechtsbildung
- Zur Information über das Erstatten einer Anzeige
und Beschwerdemöglichkeiten
- Zu den Ermittlungen bei Anzeigen gegen Polizeibeamte
- Zu den Rechten der Opfer
- Zu unabhängigen Untersuchungsmechanismen
- Zur Gewährleistung der Unabhängigkeit
und Unparteilichkeit polizeilicher Ermittlungen
- Zu spezialisierten Dezernaten der Staatsanwaltschaft,
die Anzeigen gegen Polizeibeamte bearbeiten
AI-Report Juli 2010
Täter unbekannt
"Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen
durch die Polizei in Deutschland"
http://www.amnestypolizei.de/sites/default/files/imce/pfds/Polizeibericht-internet.pdf
118 Seiten = 1,2 MB
BerlZ 08.07.2010 (dpa)
Amnesty prangert Fälle von Polizeigewalt an
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_25485592.php
Tagesschau 08.07.2010 (Oltmanns)
ai-Generalsekretärin im Interview
"Die Polizei ermittelt ja nicht gegen sich selbst"
Das Ergebnis eines neuen Berichts der Menschenrechtsorganisation Amnesty
International zur Polizeigewalt in Deutschland ist alarmierend: Ermittlungen
gegen Polizisten werden demnach schlampig oder gar nicht durchgeführt.
Geschuldet sei das einem Korpsgeist, so Amnesty-Generalsekretärin
Lüke im Gespräch mit tagesschau.de.
http://www.tagesschau.de/inland/amnestypolizeibericht100.html
Ausriß aus telepolis:
Vor dem Gesetz sind alle gleich. Also sind die Behörden
bei Polizeibeamten, die Straftaten im Amt begehen, verpflichtet, umgehend,
umfassend, unabhängig und unparteiisch zu ermitteln. Wie bei allen
anderen Straftätern auch. Nur leider kommen die zuständigen
Behörden dieser Verpflichtung nicht oder zumindest nur sehr
selten im gebotenen Maße nach. Das stellt Amnesty International
(ai) in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht Täter unbekannt
- Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch
die Polizei in Deutschland fest. Um Abhilfe zu schaffen, fordert die
Organisation u. a. die "Einrichtung von unabhängigen Untersuchungsmechanismen"
mit weit reichenden Kompetenzen und hat die Kampagne Mehr Verantwortung
bei der Polizei sowie eine Online-Demo gestartet.
telepolis 09.07.2010 (Gärtner)
Manche sind ein bisschen gleicher
Amnesty International beklagt mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen
Misshandlungen durch Polizeibeamte
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32928/1.html
Siehe auch:
BRD - Gewalt
der Polizei soll Namen habe
FTA Nr. 151/2010 vom 07.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3425,0,0,1,0#3
Zur Polizeigewalt gehört auch die der Ausländerpolizei, die
bürgerfreundlich Ausländerbehörde genannt wird, aber dennoch
vielerorts im alten Obrigkeitsstil denkt und handelt.
jW 09.07.2010 (Düperthal)
»Für die Inhaftierung gab es keine Rechtsgrundlage«
Niedersachsen: Erneut Suizid in Abschiebehaft. Zwangsmaßnahme wird
häufig illegal angewendet. Ein Gespräch mit Kai Weber
http://www.jungewelt.de/2010/07-09/004.php
BerlZ 09.07.2010 (jös)
Amnesty prangert Polizeigewalt an
Kennzeichnung verlangt
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0709/politik/0074/
FR 08.07.2010 (Funk)
Kommentar
Namenspflicht für Polizisten
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/2829256_Namenspflicht-fuer-Polizisten.html
FR 00.07.2010 (Schindler)
Amnesty-Bericht
Die Polizei, Dein Feind und Quäler
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2829324_Amnesty-Bericht-Die-Polizei-Dein-Feind-und-Quaeler.html
AI
Online-Demo
Mehr Verantwortung bei der Polizei
http://www.amnestypolizei.de/mitmachen/fordern.html
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2. Palästina
- Fünf Jahre lang BDS-Kampagne gegen Besatzer
Ausriß aus jW:
»Wir sollen die Produkte unserer Unterdrücker kaufen und
ihnen auch noch Profit bescheren?«
Damit das aufhört, drängen Organisationen der palästinensischen
Zivilgesellschaft auf einen Boykott Israels. Vor fünf Jahren, am
9. Juli 2005, veröffentlichten 171 Gruppen einen entsprechenden Aufruf
(www.bdsmovement.net). Vom Rat der nationalen und islamischen Kräfte
in Palästina über Frauenorganisationen bis hin zur Zahnärztevereinigung
und palästinensischen Flüchtlingsorganisationen in aller Welt
fordern die Unterzeichner, einen »breiten Boykott, Entzug von Investitionen
(Desinvestment) und Sanktionen gegen Israel zu verhängen, wie es
das früher gegen den Apartheidstaat Südafrika« gegeben
hat. Der Einladung an Israelis, sich dem Aufruf anzuschließen, sind
mittlerweile etliche israelische Organisationen gefolgt. »Diese
gewaltlosen Strafmaßnahmen sollten aufrechterhalten bleiben, bis
Israel seiner Verpflichtung nachkommt, das unveräußerliche
Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung anzuerkennen
und das Völkerrecht einzuhalten«, heißt es in dem Aufruf
der sogenannten BDS-Kampagne. Nie gab es unter palästinensischen
Organisationen aller Couleur eine größere Übereinstimmung
als bei dieser Erklärung...
...Auf der Landkarte dieser schnell wachsenden internationalen Solidaritätsbewegung
bleibt Deutschland ein »weißer Fleck«. Als im Februar
vergangenen Jahres der Duisburger Bürgermeisterkandidat der Linken,
Hermann Dierkes, öffentlich den BDS-Aufruf der palästinensischen
Zivilgesellschaft unterstützte, begann gegen den »Linken auf
Israel-feindlichen Abwegen« (taz, 25.2.2009) ein Kesseltreiben.
Er betreibe »Nazipropaganda«, meinte der Generalsekretär
der CDU/NRW, Hendrik Wüst. Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden
in Deutschland sprach von »Antisemitismus pur«. Dierkes
Parteigenosse Wolfgang Zimmermann
verteidigte ihn zwar gegen den Vorwurf des »Antisemitismus«,
mahnte aber, in Deutschland »besonders sensibel« in Sachen
Israel zu sein, der Landesverband stelle solche Forderung nicht auf.
Die BRD darf kein weißer Fleck bleiben! Und ein Anfang ist gemacht:
Trotz massivem Gegenwind werden inzwischen Diskussionsverbote
in Sachen BDS-Kampagne gegen Israel überwunden. Dazu haben nicht
zuletzt jüdischstämmige Friedensaktivisten beigetragen, von
denen Hunderte aus aller Welt ihre Solidarität mit Hermann Dierkes
bekundeten. In einem offenen Brief (siehe jW vom 3. April 2009) erklärten
sie, zwar unterschiedlicher Ansicht zu sein, »ob ein Aufruf zum
Boykott israelischer Produkte angeraten und wirksam« sein könne,
doch »alle von uns stimmen (
) darin überein, daß
der Aufruf zum Boykott Israels nichts gemein hat mit dem Aufruf der
Nazis Kauft nicht bei Juden«. Israel zu boykottieren,
um ein Ende der Besatzung zu erreichen, sei genau so wenig antisemitisch,
wie es »anti-weiß« war, Südafrika zu boykottieren,
um ein Ende der Apartheid zu erreichen. »Sinnvoll oder nicht
solche Aufrufe sind in keiner Weise diskriminierend.«
Im basis-kirchlichen Spektrum wird mittlerweile dafür geworben,
»keine Waren aus israelischen Siedlungen in den Einkaufskorb«
zu tun, wie die katholische Friedensbewegung Pax Christi es empfiehlt.
jW 09.07.2010 (Leukefeld)
Kollektive Kampagne
Gewaltlose Strafmaßnahmen gegen die Besatzer: Vor fünf Jahren
haben palästinensische Gruppen eine Initiative zum Boykott israelischer
Waren gestartet
http://www.jungewelt.de/2010/07-09/019.php
BDS Movement
http://bdsmovement.net/
Siehe auch:
Israel - Handeln
nach Konvoi-Massaker erforderlich
FTA Nr. 126/2010 vom 01.06.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3400,0,0,1,0#1
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3. Jagd auf den Iran - Wieder Steinigungsgerücht
Daß im Iran Menschenrechte verletzt werden, ist eine Sache, eine
rügenswerte. Gleiches gilt für den Fakt, daß im Iran Todesstrafen
ausgesprochen und auch vollzogen werden.
Eine andere Sache - und genau so rügenswert - ist es, Gerüchte
und Lügen über Menschenrechtsverletzungen zu streuen, um mal
wieder ein wenig das Feuer unterm Kriegskessel anzublasen.
Letzteres geschieht derzeit mit der als Tatsache verbreiteten Behauptung,
im Iran solle Sakineh Mohammadi Ashtiani aufgrund eines Gerichtsurteiles
wegen Ehebruches zu Tode gesteinigt werden.
Dazu ein Ausriß aus PRESS TV:
Iran's embassy in London has denied claims by media
and human rights groups that the country's judiciary has sentenced a
woman to death by stoning.
The embassy said in a statement that Iran's judicial officials have
rejected reports that Sakineh Mohammadi Ashtiani will be stoned to death.
"According to information from relevant judicial authorities in
Iran, she will not be executed by stoning punishment," the embassy
said in the statement carried by The Guardian.
The statement also says such a punishment has not been included in the
draft Islamic Penal Code being deliberated in the Iranian Parliament.
"It is notable that this kind of punishment has rarely been implemented
in Iran and various means and remedies must be probed and exhausted
[by the judiciary] to finally come up with such a punishment,"
the statement said.
PRESS TV 09.07.2010 (DB/MMN)
Iran denies stoning claims
http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=134025§ionid=351020101
Wie alles auf das Feinste miteinander verwoben wird, zeigt eine Bildunterschrift
im STANDARD auf:
Eine iranische Frau posiert als Steinigungsopfer
bei einer Demonstration gegen Irans Atomprogramm 2005 in Brüssel.
STANDARD 07.07.2010 (tob)
Iran will Frau wegen Ehebruchs steinigen lassen
Oberster Gerichtshof ordnete Vollstreckung an - Menschenrechtler protestieren
http://derstandard.at/1277337628681/Iran-will-Frau-wegen-Ehebruchs-steinigen-lassen
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4. Lammert-Spaß: Kommunisten jagen
Ausriß aus BerlZ:
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat
sich für einen neuen Anlauf ausgesprochen, um die mögliche
Zusammenarbeit von Abgeordneten mit der DDR-Staatssicherheit zu untersuchen.
Es spreche nichts gegen eine solche systematische Überprüfung,
sagte er der dpa.
Überprüft werden sollen alle Abgeordneten von 1949 bis 1990!
Das Ganze ist jedoch ein sehr sinn- wenngleich nicht zweckfreies Vernügen.
Denn aich Lammert selbst sagt:
...Er erwarte davon aber keine spektakulären
Erkenntnisse
Warum also dies riesige Rasterfahndung in Datenbergen? Nur, weil es Spaß
macht, ab und an einmal Kommunisten zu jagen und die DDR weiter in den
Augen vieler Menschen zu delegitimieren?
Und warum keine Überprüfung auf Zusammenarbeit von MdB mit westlichen,
namentlich deutschen und amerikanischen Geheimdiensten?
BerlZ 09.07.2010 (dpa)
Lammert für Stasi-Überprüfung des Bundestags
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_25496818.php
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5. EU - Wird deutsches Asyl"recht" entschärft?
Der Inhalt des Textes entspricht nicht dem der Überschrift: der Textkörper
beschreibt nur Lockerungen des von Rotgrün 1993 zugrunde gerichteten
Asyl"rechtes" in der BRD.
FTD 09.07.2010
EU will Asylrecht vereinheitlichen
Die europäische Kommision will die Behandlung von Asylbewerbern.
Damit müsste das deutsche Asylrecht deutlich verschärft werden.
http://www.ftd.de/politik/europa/:medienbe
richt-eu-will-asylrecht-vereinheitlichen/50141597.html
Der FTD-Artikel geht sachlich die Problematik ein und bezieht sich auf
einen Artikel im Vier-Buchstaben-Blatt, der auch rechtsextremen Postillen
gut zu Gesicht stehen würde.
Das Vier-Buchstaben-Blatt läuft zu altbebekannter Haß-Form
auf, Ausriß aus BILD:
Die Brüsseler Kommission plant ein europäisches
Asylrecht mit drastischen Folgen die Bundesregierung befürchtet
bereits eine neue Asylanten-Welle!
So taucht auch die Haßfigur des "Asylanten" wieder einmal
aus völkisch-nationalem Nebel auf. Vielleicht sollte man sich einmal
angewöhnen, von "Schreibanten" des Vier-Buchstaben-Blattes
und von zugehörigen "Politikanten"?
Die sachlich richtige Bezeichnung lautet im übrigen Asyl Suchende.
Auch der ebenso häufig wie fälschlich als neutral angesehene
Begriff "Asylbewerber" trifft ins Leere, denn bewerben - wie
um einen Arbeitsplatz - wollen sich Flüchtlinge keineswegs. Sie suchen
Schutz!
BILD 08.07.2010 (Koch)
Irrer EU-Plan
EU will Schnell-Abschiebung stoppen!
Asylbetrüger dürfen bleiben!
http://www.bild.de/BILD/politik/2010/07/09/schne
llabschiebung/eu-will-schnell-abschiebung-stoppen.html
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6. Ergänzungen
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6.01 SWIFT-Skandal
FTA Nr. 143/2010 vom 29.06.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3417,0,0,1,0#84
Es kam, wie es kommen mußte: das EU-Parlament willigte mehrheitlich
nach ein paar kleinen Zugeständnissen in die Legalisierung von Datenverrat
an den Unrechtsstaat USA ein. Ausriß aus jW:
Im Februar hatten die Abgeordneten das Abkommen
zunächst gekippt, doch nun kann es überarbeitet am 1. August
in Kraft treten. Dafür stimmten 484 Sozialdemokraten, Konservative
und Liberale, 109 Grüne und Linke votierten dagegen. »Mit
dem Abkommen werden Grundrechte im Namen der Terrorismusbekämpfung
ausgehöhlt«, sagte die Abgeordnete Cornelia Ernst von der
deutschen Linkspartei. Scharfe Kritik übte auch der europäische
Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx. Das Abkommen greife in die Privatsphäre
der Bürger ein und sei »alles andere als zufriedenstellend«,
sagte er der Nachrichtenagentur AFP.
jW 09.07.2010 (apn/AFP/jW)
Freie Bahn für Schnüffler
EU-Parlament erlaubt den USA Zugriff auf Bankdaten von Millionen Bürgern
http://www.jungewelt.de/2010/07-09/009.php
Ausriß aus Tagesschau:
Zweitens: Ein Vertreter aus der Europäischen
Union soll in den USA das Arbeiten der Amerikaner überwachen. Dadurch
soll vermieden werden, dass die USA gegen den Vertrag und die darin
formulierten Datenschutzgrundsätze verstoßen. Doch dieser
Job dürfte ein Himmelfahrtskommando sein. Der bemitleidenswerte
Vertreter Europas muss ein ganzes Finanzministerium überwachen
und die Arbeit der zahlreichen amerikanischen Geheimdienste. Der Verdacht
liegt nahe, dass die amerikanische Verwaltung ihm ein Büro im Keller
des Ministeriums gibt, ohne Fenster, ohne Telefon.
Tagesschau 08.07.2010 (Prössl)
Abkommen zur Weitergabe von Bankdaten
Echter Bankdatenschutz sieht anders aus
http://www.tagesschau.de/kommentar/swiftkorrikommentar100.html
Deutlicher kann man nicht feststellen, daß bislang 9 Jahre lang
vorsätzlich gegen das Recht verstoßen wurde, Ausriß aus
SPIEGEL:
Das Abkommen legalisiert eine seit den Terroranschlägen
vom 11. September 2001 bestehende Praxis...
Was für Demokraten kein Trost ist:
...Einer der wichtigsten Verhandlungserfolge der
EU-Parlamentarier ist, dass die Europäische Union binnen fünf
Jahren ein eigenes System zur Auswertung der SWIFT-Überweisungsinformationen
aufbaut und den Massentransfer sensibler Daten in die USA damit überflüssig
macht.
Es macht für den betroffenen Bankkunden keinen Unterschied, ob seine
Daten an die USA oder an die EU verraten werden.
SPIEGEL 08.07.2010 (kgp/apn/dpa/Reuters)
Weitergabe von Bankdaten
EU-Parlament billigt Swift-Abkommen
Der Streit in der Europäischen Union ist beendet: Das EU-Parlament
hat dem Swift-Abkommen zugestimmt. Die internationale Vereinbarung erlaubt
US-Terrorfahndern, auf die Bankdaten von Millionen EU-Bürgern zuzugreifen.
Monatelang hatten die Parlamentarier dafür gekämpft, den Datenschutz
zu verbessern.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705366,00.html
Ausriß aus heise news:
...Das sehen Datenschützer und Bürgerrechtler
anders. So bemängelt die "European Digital Rights"-Initiative
(EDRI), dass für den Datentransfer nach wie vor keine Richtergenehmigung
erforderlich sei. Stattdessen solle just die Polizeibehörde Europol
über Gesuche Washingtons wachen. Die Definition von Terrorismus
bleibe ferner vage und das Einschreiten des Rechtswegs für EU-Bürger
weiterhin eine holprig Sache. Nach wie vor sei die übermittelte
Datenmenge unverhältnismäßig groß, sodass sich
eine Spionagegefahr ergebe.
Der Innenexperte der Grünen im EU-Parlament, Jan Philipp Albrecht,
sprach von einem Rückschlag für die Verhandlungen um einen
verbindlichen Grundrechtsschutz in der Sicherheitszusammenarbeit. Zwar
habe das Parlament Korrekturen erreicht, der grundsätzlichen Kritik
an der "massenweisen verdachtsunabhängigen Datenweitergabe
und den viel zu langen Speicherfristen" sei aber nicht nachgekommen
worden. Konservative, Sozialdemokraten und Liberale akzeptierten so
"eine Absenkung bisher geltender Rechtsstaatsprinzipien" und
riskierten "eine EU-rechtswidrige Regelung".
heise news 08.07.2010 (Krempl)
EU-Parlament verabschiedet neues SWIFT-Abkommen zum Bankdatentransfer
http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Parlament-verabschiedet-neues-SWIFT-Abkommen-zum-Bankdatentransfer-1034690.html
Vor der Abstimmung geschrieben, aber das Ergebnis war bereits vorherzusehen.
Ein recht guter Artikel:
Warum können die Europäer die Daten nicht
selber auswerten? Bisher fehlen ihnen dafür die technischen und
juristischen Voraussetzungen. Das will das EU-Parlament ändern.
Die EU soll innerhalb von zwölf Monaten Pläne erarbeiten,
um die Daten selbst auswerten zu können. Dann sollen die USA nur
noch verdächtige Vorgänge erhalten.
FR 08.07.2010 (Knuf)
Fragen & Antworten
Ist der Datenschutz nun gewährleistet?
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2825796_Fragen-und-Antworten-Ist-der-Datenschutz-nun-gewaehrleistet.html
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6.02 Gaza - Blockade bleibt
FTA Nr. 151/2010 vom 07.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3425,0,0,1,0#85
Bewertung der von der israelischen Regierung angekündigten Lockerungen
der Blockade durch die Bürger- und Menschenrechtsorganisation GISHA.
Es handelt sich um eine am 07.07.2010 aktualisierte Fassung.
GISHA 07.07.2010
Unraveling the closure if Gaza:
What has and hasn't changed since the Cabinetdeicision and what are the
implications
http://gisha.org/UserFiles/File/publications/UnravelingTheClosureEng.pdf
Pressemitteilung von GISHA (per Mail):
Israel Announces:
No Easing for Travel of People Into and Out of Gaza
Announcement comes during court proceedings relating to a request by
a lawyer in Gaza for an exit permit to reach her studies in human rights
and democracy in the West Bank. The Court denied the petition.
Thursday, July 8, 2010 The Supreme Court yesterday rejected a
petition submitted on behalf of Ms. Fatma Shatif, a human rights lawyer
from Gaza, seeking to attend her Masters studies in human rights
and democracy in the West Bank. In a short verdict, the judges wrote
that they had decided not to intervene in Israel's policy, thereby permitting
the continuation of the sweeping ban imposed by Israel since 2000, on
the passage of students from Gaza to the West Bank for the purposes
of reaching academic studies. Earlier in the proceedings, in its response
to the petition, the State informed the Court that even under its new
Gaza policy, there would not be an easing of restrictions on the passage
of people to and from Gaza and that Israel will continue to permit travel
only in humanitarian and exceptional cases, mainly relating
to medical needs.
"It is not clear what Israel gains by preventing a talented young
lawyer, against whom it makes no security claim, from deepening her
understanding of human rights and therefore contributing to the development
of a robust Palestinian civil society", said Dr. Nomi Heger of
Gisha, who argued the case. "I regret that the Court declined to
follow its own case law and evaluate Ms. Sharif's request in the framework
which the court itself established in 2007, namely the need to consider
exceptions to the general ban".
Ms. Sharif, who studied law in Gaza, currently works as a lawyer at
the Al Mezan Center for Human Rights in Gaza, a non-partisan organization
whose goal is to promote human rights and democracy in the Gaza Strip.
Ms. Sharif has worked for the last five years to defend human rights,
including in a project to defend women against violence at the Center
for Womens Legal Research and Consulting. Since there is no relevant
academic program in Gaza, Ms. Sharif enrolled in studies at Birzeit
University, with the intention of returning to Gaza at the end of her
studies, where she has a job waiting for her at Al Mezan. The Israeli
authorities refused her request, on the grounds that she does not meet
Israels criteria for exit from Gaza - humanitarian and exceptional
instances", only.
Ms. Fatma Sharif: "Exchange of knowledge and expertise is critical
to the self-fulfillment of people, in order to develop civil society
in Gaza, especially where the subject is democracy and human rights.
There will be no real improvement in Gaza until all persons including
students, families, workers, and patients are able to travel
freely".
Since 2000 Israel has imposed a sweeping ban on the exit of Palestinian
students from the Gaza Strip to study at Palestinian universities in
the West Bank. A Supreme Court ruling from 2007 told the State to consider
allowing access for students from Gaza wishing to study in the West
Bank in "cases that would have positive human consequences".
In today's hearing, however, the Defense Ministry admitted that since
the ruling was handed down, Israel has not granted a single student
from Gaza permission to travel to the West Bank for purposes of study.
The Defense Ministry's written statement clarifies that the June 20
Cabinet decision on a change in Gaza policy is limited to relaxing restrictions
on goods entering Gaza. Writing on behalf of the Defense Ministry, the
State Attorney's office clarifies that the Cabinet decision in no way
expands the categories of people permitted to travel but rather will
streamline procedures for processing travel requests: "Regarding
passage for the population, the announcement [of June 20] did not say
anything about expanding the current policy, which permits entrance
in humanitarian cases, with emphasis on urgent medical cases
To be clear: this decision does nothing to expand the criteria, and
it certainly does not permit passage for purposes of Master's degree
studies".
For an updated information sheet by Gisha on what has changed
and not changed in the movement of people into and out of Gaza,
click here.
To view an excerpted translation of the Defense Ministry's statement
to the Court, click here:
http://gishanlorg0.web147.discountasp.net/nl//inc/rdr.asp?1480___10784930___http://gisha.org/UserFiles/File/publications/UnravelingTheClosureEng.pdf
Das oben bereits empfohlene Link
To view the court petition (in Hebrew), click here:
http://gishanlorg0.web147.discountasp.net/nl//inc/rdr.asp?1480___10784930___http://www.gisha.org/UserFiles/File/HiddenMessages/Shariff_petition.pdf
hebräisch
For a fact sheet on the damage to higher Palestinian education
as a result of the separation between Gaza and the West Bank, click
here
http://gishanlorg0.web147.discountasp.net/nl//inc/rdr.asp?1480___10784930___http://www.gisha.org/UserFiles/File/HiddenMessages/Shariff_petition.pdf
hebräisch
For "Safe Passage", a new computer game that allows
the player to interactively experience the travel restrictions between
the Gaza Strip and the West Bank, go to
http://www.spg.org.il/
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6.03 Betriebsräte
- Sozialpartner oder
Interessenvertreter?
FTA Nr. 146/2010 vom 02.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3420,0,0,1,0#76
Ausriß aus jW:
Drei Betriebsräte des Berliner Daimler-Werks sollen aus der IG
Metall ausgeschlossen werden. So zumindest lautet die mit drei zu zwei
Stimmen beschlossene Empfehlung der zuständigen Untersuchungskommission
(jW berichtete). Die mittlerweile an die Betroffenen versandte Begründung
fällt sehr knapp aus. Durch den Verstoß gegen die Beschlüsse
des Ortsvorstands der Berliner IG Metall, keine zweite Liste bei der Betriebsratswahl
im Daimler-Werk aufzustellen, hätten sich die Aktivisten »gewerkschaftsschädigend«
verhalten. Gesprächsangebote seien nicht wahrgenommen worden.
Im folgenden gibt die jW der Darstellung der "angeklagten" erfreulich
breiten Raum.
jW 09.07.2010 (Neumann)
Knappe Begründung
Ausschlußverfahren der IG Metall gegen kritische Aktivisten im Berliner
Daimler-Werk: Untersuchungskommission hält »spalterische Absicht«
für erwiesen
http://www.jungewelt.de/2010/07-09/064.php
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6.04 Abu-Hamza-Prozeß (Abu Hamza al-Masri)
FTA Nr. 041/2010 vom 10.02.2008
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=132,2505,0,0,1,0#96
BBC 08.07.2010
Abu Hamza US extradition halted
The European Court of Human Rights has ordered a halt to the extradition
to the US on terror charges of radical cleric Abu Hamza al-Masri.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk/10551784.stm
NYT 08.07.2010 (Burns)
Court Delays Muslim Clerics Extradition to U.S.
http://www.nytimes.com/2010/07/09/world/europe/09hamza.html
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oben
6.05 BRD - Menschenrechte nur handverlesen
(G-Bay-Häftlinge)
FTA Nr. 152/2010 vom 08.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3426,0,0,1,0#61
SZ 08.07.2010 (Das Gupta)
"Eine Geste - betont spärlich"
Deutschland nimmt zwei Guantanamo-Gefangene auf - Kurnaz-Anwalt Docke
ist trotzdem nicht zufrieden. Berlin werde seiner politischen Verantwortung
längst nicht gerecht.
http://www.sueddeutsche.de/politik/aufnahme-von-guantanamo-haeftlingen-eine-geste-betont-spaerlich-1.971740
Die beiden Männer haben jetzt einen Namen: der Palästinenser
heißt Ayman al-Shurafa und der Syrer Mahmud Salim al-Ali.
Ausriß aus SZ über das Verbrechen, welches die US-Regierungen
an diesen und anderen Gefangenen in G-Bay begangen haben:
Soweit man das derzeit erfragen kann, beginnt die
Wiederherstellung der beiden Menschen beim profansten. Sie müssen
einen Tagesablauf ganz neu lernen, sie müssen lernen sich zu bewegen,
sie müssen lernen, ein Fenster oder eine Tür zu öffnen.
Sie müssen lernen, zu sprechen, sich zu waschen, sich anzuziehen,
irgendwann müssen sie auch wieder das Kochen und das Einkaufen
erlernen.
Im wahrsten Sinne des Wortes ist ihnen alles durch die Brutalität
und totale Unterwerfung in der Haft genommen worden. Es sind Menschen
ohne Selbstbewusstsein, ohne jede Sicherheit im Umgang mit sich selbst
und dem Leben. Daraus ergibt sich, dass sie für die kommenden Monate
vor allem zwei Sorten Hilfe brauchen. Sie brauchen Ärzte, die sie
gesundheitlich wiederherstellen. Und sie benötigen Psychologen,
die ihnen Schritt für Schritt Ängste nehmen.
SZ 09.07.2010 (Braun)
Leben lernen
Die Frage, wie die beiden Ex-Häftlinge in Deutschland bewacht werden
können, führt in die Irre - die Männer sind schwer traumatisiert
und brauchen erst einmal Hilfe.
http://www.sueddeutsche.de/politik/guantanamo-haeftlinge-in-deutschland-leben-lernen-1.972324
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6.06 Griechenland
- Im sozialen Abwehrkampf gegen
EU/IWF-Diktat
FTA Nr. 147/2010 vom 03.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3421,0,0,1,0#711
jW 09.07.2010 (Schrader)
Erneut im Generalstreik
http://www.jungewelt.de/2010/07-09/008.php
Aljazeera 08.07.2010 (Aljazeera/Agenturen)
Fresh austerity strikes hit Greece
http://english.aljazeera.net/news/europe/2010/07/20107885549672798.html
STANDARD 08.07.2010 (APA/Reuters/apn)
Landesweite Streiks in Griechenland
Der sechste Generalstreik in diesem Jahr richtet sich wieder gegen das
Sparprogramm, das Athen zur Abwendung eines Staatsbankrotts verordnet
hat
http://derstandard.at/1277337638630/Urlaubszeit-Landesweite-Streiks-in-Griechenland
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6.07 Kuba - Ein Drittel der "Politischen" kommt frei
FTA Nr. 152/2010 vom 08.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3426,0,0,1,0#4
Ausriß aus jW:
Die kubanische Regierung läßt innerhalb
der nächsten Monate insgesamt 52 Gefangene frei, die anschließend
nach Spanien ausreisen dürfen. Das Brimborium, das die meisten
Medien nun um diese Entscheidung veranstalten, spiegelt vor allem ihre
Vorurteile gegenüber dem Inselstaat wider. So behauptet die Agentur
AFP: »Über die Identität der 52 Häftlinge wurde
zunächst nichts bekannt. Auch, ob Fariñas unter ihnen sein
sollte, blieb zunächst unklar.« Zum einen handelt es sich
um die noch im Gefängnis sitzenden Personen, die 2003 bei einem
Schlag gegen von den USA ausgehaltene Gruppen verhaftet wurden. Deren
Namenslisten wurden seither von unzähligen »Menschenrechtsorganisationen«
weltweit verbreitet. Zum anderen kann Guillermo Fariñas, der
für die Freilassung der »politischen Gefangenen« seit
Ende Februar einen Hungerstreik durchführt, gar nicht entlassen
werden, weil er nicht im Gefängnis sitzt und auch vor Beginn seiner
Nahrungsverweigerung nicht saß.
So überraschend, wie viele nun tun, ist die Freilassung ebenfalls
nicht. Kubas Präsident Raúl Castro hatte mehrfach angeboten,
den USA ihre Agenten zurückzuschicken, aber dafür die Freilassung
der fünf seit fast zwölf Jahren in nordamerikanischen Gefängnissen
inhaftierten Kubaner gefordert. Über den Fall dieser Männer,
die antikubanische Terrororganisationen in Miami unterwandert hatten,
um Anschläge auf der Insel zu verhindern, findet sich in den Mainstreammedien
kein Wort.
jW 09.07.2010 (Scheer)
Vorurteile pflegen
Kuba läßt 52 Gefangene frei
http://www.jungewelt.de/2010/07-09/006.php
amerika21.de 08.07.2010 (Neuber)
Kuba setzt auf Entspannung mit EU
Regierung in Havanna lässt 52 Regierungsgegner frei. Dialog mit katholischer
Kirche und spanischem Außenminister
http://amerika21.de/nachrichten/2010/07/3213/kuba-eu-52
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6.08 Vom "Gefährder" zum Terroristen (Rami M. u.a.)
FTA Nr. 148/2010 vom 04.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3422,0,0,1,0#41
In diesem Artikel wird Rami M als "Rama M." bezeichnet.
Die ganze Angelegenheit wird immer undurchsichtiger. Auch der BND ist
wieder einmal in seinem üblichen Sumpf auszumachen. Ausriß
aus BerlZ:
Der Fall des am 21. Juni in Pakistan verhafteten
Hamburgers Rama M. wird immer mysteriöser. Zuerst hieß es,
der junge Mann deutsch-syrischer Abstammung wollte - enttäuscht
vom harten Leben als "Heiliger Krieger" im unzugänglichen
Grenzgebiet zu Afghanistan - in die Heimat zurückkehren. Seinen
Vernehmern in einer Zelle von Islamabads Geheimdienst ISI hat er pakistanischen
Angaben zufolge erzählt, dass er sich im Auftrag von El Kaida als
Doppelagent beim Bundesnachrichtendienst (BND) einschleusen sollte.
Inzwischen soll laut Bundesregierung die Staatsbürgerschaft des
Mannes unklar sein.
Verwunderung lösten in Pakistan die Angaben deutscher Behörden
aus, es gebe bislang keine offiziellen Kontakte zu Rama M. Bereits in
der letzten Juni-Woche haben nach Informationen dieser Zeitung zwei
Agenten des BND den Häftling in seiner Zelle vernommen. Er gilt
als Chef einer Gruppe von einem Dutzend deutscher Kämpfer der "Dschihad-Union
Usbekistan" und wird "Talha, der Deutsche", genannt.
"Da wird ein seltsames Spiel betrieben", glaubt ein ausländischer
Terror-Experte.
BerlZ 09.07.2010
Das Rätsel um den deutschen Dschihadisten
BND-Agenten sollen Gefangenen in Pakistan in seiner Zelle besucht und
vernommen haben
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0709/politik/0051/
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6.09 Kundus-Massaker - Untersuchungsausschuß
FTA Nr. 133/2010 vom 19.06.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3406,0,0,1,0#71
Tagesschau 08.07.2010
Kundus-Untersuchungsausschuss
Wird Guttenberg zu Gegenüberstellung gezwungen?
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg muss sich womöglich
im Kundus-Untersuchungsausschuss seinen Widersachern im Verteidigungsministerium
stellen. SPD und Linkspartei wollen eine zeitgleiche Vernehmung des CSU-Politikers
mit Ex-Staatssekretär Peter Wichert und dem ehemaligen Generalinspekteur
der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, die er entlassen hatte. Dazu reichten
die beiden Parteien Klage vor dem Bundesgerichtshof ein.
http://www.tagesschau.de/inland/guttenbergausschuss106.html
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6.10 G-Bay - Der Al-Qosi-Prozeß
FTA Nr. 152/2010 vom 06.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3426,0,0,1,0#69
Ausriß aus SZ:
...vielmehr hat Ibrahim al-Kosi, der einstige
Koch von Terrorfürst Osama bin Laden, einen Deal mit den amerikanischen
Militärbehörden gemacht - am selben Tag, da der Innenminister
in Berlin seinen Handel mit den USA bekannt gab. Al-Kosi bekannte sich
nach acht Jahren Internierung in Guantanamo vor einem Militärtribunal
schuldig der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Dafür
dürften ihn die US-Behörden in spätestens zwei Jahren
in seine Heimat ausfliegen, den Sudan.
Wenn man so will, hat al-Kosi damit Geschichte gemacht.
Er ist der erste Gefangene in Guantanamo, der dort von einem der hochumstrittenen
Militärtribunale verurteilt wurde, seitdem Barack Obama im Januar
vergangenen Jahres ins Weiße Haus eingezogen ist. Das ist bekanntlich
der Präsident, der damals versprochen hatte, das Lager in dem Marinestützpunkt
auf Kuba innerhalb eines Jahres zu schließen.
SZ 08.07.2010 (Klüver)
Schande ohne Ende?
Barack Obama ließ in Guantanamo jeden einzelnen Fall untersuchen,
doch noch immer werden dort vermeintliche Terroristen ohne Rechtsgrundlage
festgehalten. Das Problem ist noch lange nicht gelöst.
http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/us-gefangenenlager-guantanamo-schande-ohne-ende-1.972208
heise news 09.07.2010 (Rötzer)
Obamas Koch und Fahrer erklärt sich für schuldig
Damit kann das Pentagon einen ersten Erfolg für die Militärgerichte
erzielen, die einige der noch verbliebenen 181 Guantanamo-Gefangenen verurteilen
sollen
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147984
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6.11 Irak-Krieg - Massaker durch Wikileaks aufgeklärt?
FTA Nr. 151/2010 vom 07.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3425,0,0,1,0#82
Ausriß aus NYT:
The soldier accused of downloading a huge trove
of secret data from military computers in Iraq appears to have exploited
a loophole in Defense Department security to copy thousands of files
onto compact discs over a six-month period. In at least one instance,
according to those familiar with the inquiry, the soldier smuggled highly
classified data out of his intelligence unit on a disc disguised as
a music CD by Lady Gaga.
NYT 08.07.2010 (Shanker)
Loophole May Have Aided Theft of Classified Data
http://www.nytimes.com/2010/07/09/world/09breach.html
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6.12 Irak-Krieg - Lügner Blair (Chilcot Commission)
FTA Nr. 144/2010 vom 30.6.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3418,0,0,1,0#814
STANDARD 08.07.2010
Blair "übertrieb" iranische Bedrohung im Irak
Richard Dalton kritisiert im Untersuchungsauschuss Aussagen des Ex-Premiers
http://derstandard.at/1277337661993/Ex-Botschafter-Blair-uebertrieb-iranische-Bedrohung-im-Irak
Die Aussage des Ex-Botschafters als Dowmload:
STANDARD 08.07.2010 (bed)
Richard Daltons Aussage
http://images.derstandard.at/2010/07/08/20100707-dalton-adams.pdf
Guardian 07.07.2010 (Norton-Taylor)
Tony Blair 'very much exaggerated' Iran's role in Iraq
Former British ambassador to Tehran tells Chilcot inquiry that Blair made
'very bad decisions' about 2003 invasion
http://www.guardian.co.uk/uk/2010/jul/07/dalton-chilcot-tony-blair
Webseite des Irak-Untersuchungsausschusses mit Video von Daltons Aussage
http://www.iraqinquiry.org.uk/transcripts/oralevidence-bydate/100707.aspx
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Kuhlmann
FriedensTreiberAgentur (FTA)
Ausgezeichnet mit dem Düsseldorfer Friedenspreis 2010
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