|
Moin moin allerseits,
1. Berlusconien - Medien begehren auf
2. Costa Rica wird US-Flugzeugträger
~~~ Costa Rica - Regierungsputsch
in Gewerkschaft SINTRAJAP
3. Korea-Krieg - US-Armee mordete wahllos Zivilisten
~~~ US-Kriegsverbrechen in Korea:
No Gun Ri
4. LINKE NRW - Fällt NRW den Realos in die Hände?
5. Gehrcke zur bundesdeutschen Kriegs- und Rüstungspolitik
6. Srebrenica - Gab es das Massaker?
7. Serbien/Kosovo-Provinz - Gebietsaustausch?
8. Nahost - Die Bedeutung der Denkfabriken
9. Ergänzungen
9.01 Gorleben - Untersuchungsausschuß
9.02 Jagd auf den Iran - Wieder
Steinigungsgerücht
9.03 BRD - Menschenrechte nur handverlesen
(G-Bay-Häftlinge)
9.04 Vom "Gefährder"
zum Terroristen (Rami M. u.a.)
9.05 EU - Wird deutsches Asyl"recht"
entschärft?
9.06 Fritz Teufel ist tot - er diente
der Wahrheitsfindung
9.07 Sozialer Krieg gegen Arme
-
Künftig noch mehr Zwangsarbeit
9.08 Die Koreas - "Cheonan"-Untergang
an Northern Limit Line
9.09 Gaza - Blockade bleibt
9.10 SWIFT-Skandal
9.11 Hamas-Regierung/Israel - Verhandlungen
über Shalit
9.12 Palästina - Fünf
Jahre lang BDS-Kampagne gegen Besatzer
9.13 Bayern - Antifaschisten für
CSU-Staat nicht gemeinnützig
nach
oben
1. Berlusconien - Medien begehren auf
Ausriß aus FR:
Es war ein selbst für Italien ungewöhnliches
Mittel des Protests. Im Land der schrillen öffentlichen Kakophonie
herrschte gestern "laute Stille". Die Medien, mit Ausnahme
derer aus dem Hause Berlusconi, haben gestreikt, nicht aus arbeitsrechtlichen
Gründen, sondern für Pressefreiheit und gegen das sogenannte
Knebel-Gesetz. In einer Branche, die von Öffentlichkeit nicht nur
lebt, sondern sie auch herstellen muss, ist das die Ultima Ratio.
Mit seinem Gesetz, das angeblich dem Schutz der Privatsphäre dient,
schwächt Berlusconi die demokratischen Institutionen. Gewiss lässt
die Justiz exzessiv Telefone abhören, gehen die Medien oft fahrlässig
mit dem Recht auf Privatsphäre um. Doch ist die Telefonüberwachung
ein höchst effektives Instrument in einem Land, in dem organisierte
Kriminalität und Korruption grassieren.
FR 10.07.2010 (Doerfler)
Kommentar
Aus Protest verstummt
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/2832740_Aus-Protest-verstummt.html
FR 09.07.2010 (Doerfler)
Boykott gegen Berlusconi
Streik wider den Maulkorb-Erlass
Der italienische Ministerpräsident will sein Volk mit einem neuen
Gesetz beglücken. Doch dagegen machen die Medien Front mit einem
Streik.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2829454_Boykott-gegen-Berlusconi-Streik-wider-den-Maulkorb-Erlass.html
heise news 09.07.2010 (Nowak)
Tag des journalistischen Schweigens in Italien
Journalisten und ihren Verbände protestieren gegen ein von der Berlusconi-Regierung
geplantes Abhör- und Mediengesetz, das als Knebelgesetz bezeichnet
wird
http://www.heise.de/tp/blogs/6/147990
SPIEGEL 09.07.2010 (hen/dpa)
Umstrittenes Abhör- und Mediengesetz
Tausende Journalisten protestieren gegen Berlusconi
An italienischen Kiosken gab es an diesem Freitag nur wenige Zeitungen:
Wegen eines neuen Abhör- und Mediengesetzes sind führende Blätter
nicht erschienen - auch Radio- und TV-Journalisten wollen protestieren.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705579,00.html
nach
oben
2. Costa Rica wird US-Flugzeugträger
Ausriß aus amerika21.de:
Am gestrigen Mittwoch reichte ein Bündnis oppositioneller
Abgeordneter eine Klage am Verfassungsgericht des kleinen mittelamerikanischen
Landes ein, um die Stationierung zu verhindern. Die Verfassung Costa
Ricas verbietet die Anwesenheit von Streitkräften auf seinem Gebiet
und erklärt das Land zu einer "Zone des Friedens. Das
mittelamerikanische Land verfügt seit 1948 weder über eigene
Streitkräfte noch über militärische Ausrüstung.
Am 1. Juli hatte das Parlament in Costa Rica die Stationierung von bis
zu 46 Kriegsschiffen und 7.000 US-Soldaten genehmigt.
Wie die rechtsgerichtete Regierung die Verfassung zu überwinden
meint?
Chinchilla beruft sich bei ihrer Entscheidung auf
ein Abkommen zwischen San José und Washington aus dem Jahr 1998.
Darin ist die Zusammenarbeit bei der Drogenbekämpfung geregelt.
Auf dieses Argument konzentrierte sich nun auch die Präsidentin,
um die massive Stationierung zu rechtfertigen. Die Opposition stellt
diese Begründung angesichts der massiven militärischen Streitmacht
in Frage. Zur Flotte gehören Schiffe wie der Flugzeugträger
USS Making Island. Er transportiert fast 1.500 Soldaten, ist gepanzert
und für "intensive Kampfeinsätze ausgerüstet.
Mit dem Flugzeugträger können bis zu 42 Hubschrauber, fünf
Kampfflugzeuge und sechs Hubschrauber transportiert werden.
Drogenbekämpfung? Lachhaft!
amerika21.de 09.07.2010 (Daniljuk)
Verfassungsbeschwerde gegen US-Militär
Massive Flotten-Stationierung in Costa Rica. Genehmigung vorläufig
für ein halbes Jahr
http://amerika21.de/nachrichten/2010/07/3251/costamilitar
amerika21.de 09.07.2010 (Golinger)
Massive Militärpräsenz der USA in Costa Rica
In einem Beitrag vom 7. Juli beschreibt Eva Golinger die geplante Stationierung
von US-Militär in Costa Rica als Teil der militärischen Expansion
der USA in der Region.
http://amerika21.de/analyse/3252/militramerikas
Auch interessant: die nächsten Fälle von Menschenraub kann eine
US-Regierung auch gerne über Costa Rica abwickeln, Ausriß aus
jW:
Mit Polizeivollmacht ausgestattet, soll es den US-Soldaten
gestattet werden, »Verdächtige« festzunehmen und außer
Landes zu bringen.
jW 10.07.2010 (Löding)
Empörung gegen Parlamentsbeschluß
Regierungsmehrheit will Costa Rica zur größten Basis der US-Marine
machen
http://www.jungewelt.de/2010/07-10/033.php
Dann kam ein im Februar geschehener Putsch der Regierung in einer zuvor
unliebsamen Gewerkschaft der Hafenarbeiter wohl nicht von ungefähr.
Costa Rica -
Regierungsputsch in Gewerkschaft SINTRAJAP
FTA Nr. 047/2010 vom 27.02.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3269,0,0,1,0#5
nach
oben
3. Korea-Krieg - US-Armee mordete wahllos Zivilisten
In wenigstens 138 verschiedenen Fällen mordete die US-Armee im Korea-Krieg
südkoreanische Zivilisten. Deren wohl häufigstes Vergehen: sie
hatten sich auf ihrer Flucht vor dem Krieg den US-Truppen zu sehr genähert.
Wenn man das mit den Kriegen gegen Afghanistan und Irak vergleicht - es
hat sich nichts in den Köpfen von US-Miliärs verändert.
Dies ist das Ergebnis einer südkoreanischen regierungsamtlichen Untersuchung.
Gleichwohl ist die Regierung nicht darauf aus, den Großen Bruder
in Washington zu verärgern. Nur für 8 Fälle tritt sie in
Kompensationsverhandlungen ein.
Ausriß aus NYT:
The commission will recommend that South Korea start
negotiations with Washington to seek compensation for the victims in
the remaining eight cases, the president of the commission said Friday.
In the other 130 cases, the commission could not find evidence of illegality
by the American military or it determined that the deaths results from
military necessity, said Lee Young-jo, president of the
governments Truth and Reconciliation Commission.
They were more like cases of negligence than of liability or war
crimes, said Mr. Lee, whose commission wrapped up its four-year-old
investigation on June 30. For such a low level of unlawfulness,
I dont think any government negotiations with the United States
for compensation are necessary.
Kein Gegenstand der Untersuchung war das bereits aufgeklärte US-Massaker
von No Gun Ri im Juli 1950:
The United States has investigated the deaths of
refugees only at the South Korean village of No Gun Ri in July 1950,
acknowledging killings there in 2001 but rejecting survivors demands
for an apology and compensation.
Since 1999, journalists and historians have uncovered many declassified
American military documents showing that the military had adopted a
policy of shooting refugees approaching its lines and American
pilots were often directed to strafe refugee columns all to guard
against infiltrators.
NYT 09.07.2010 (Sang-Hun)
Korean War Panel Finds U.S. Attacks on Civilians
http://www.nytimes.com/2010/07/10/world/asia/10comission.html?_r=1&partner=rss&emc=rss&pagewanted=all
Siehe auch:
US-Kriegsverbrechen
in Korea: No Gun Ri
FTA Nr. 173/2006 vom 26.07.2006
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=107,1831,0,0,1,0
nach
oben
4. LINKE NRW - Fällt NRW den Realos in die Hände?
Wie alle Parteien hat auch die LINKE ihre Realos, wenngleich sie hier
mit einem linkeren Touch auftreten als beispielsweise bei den GRÜNEN.
Sie "tarnen" sich gerne mit gelegentlichen Stimmenthaltungen
in Militärfragen.
Der Landesverband der LINKEN in NRW ist keiner der von Realos beherrschten,
sondern ein dezidiert linker verschiedener Strömungen.
An diesem Wochenende soll der Landesvorstand neu gewählt werden,
einer der Kandidaten für den Vorsitz ist Paul Schäfer. Über
ihn weiß die jW (Ausriß):
Der hatte im Vorfeld des Parteitages kein Geheimnis
aus seinen Ambitionen gemacht. Er kommt, um aufzuräumen. Die Minderheitsregierung
könne auf Dauer nur bestehen, wenn sie von der Linksfraktion de
facto toleriert würde, hatte Schäfer gegenüber der Presse
seine Kandidatur begründet. Dafür sei mehr Kompromißbereitschaft
nötig. Die Frankfurter Rundschau zitierte ihn Mitte der Woche mit
den Worten »Ich will dafür sorgen, daß unsere Politik
ausbalancierter ist als bislang«. Aus lauter »Angst vor
Vereinnahmung« durch SPD und Grüne sage der Landesverband
vorschnell zu vielem nein. Das gehe aber nicht, wenn man rot-rot-grüne
Inhalte umsetzen wolle. »Wir können nicht bei allem den gewohnten
Abstand zu Rot-Grün beibehalten.«
Das gilt für Schäfer auch in der Frage von Krieg und Frieden,
an der von SPD und Grünen letztlich auch die »Koalitionsfähigkeit«
der Linken im Bund festgemacht wird. Zuletzt hatte sich der Abgeordnete
im Bundestag bei der Verlängerung des Bundeswehrmandats im Sudan
neben 24 weiteren Mitgliedern seiner Partei enthalten, statt mit nein
zu stimmen. In Reaktion auf Schäfers Abstimmungsverhalten, aber
auch auf seine Kandidatur hat die Linksjugend solid auf ihrer Landesvollversammlung
einen einstimmigen Beschluß »Die Linke NRW sagt nein zu
Auslandseinsätzen der Bundeswehr!« gefaßt und als Antrag
an den Parteitag gestellt. Darin heißt es kurz und klar: »Der
Landesparteitag fordert die Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke,
insbesondere die aus Nordrhein-Westfalen, auf, sich bei keiner Abstimmung
über Auslandseinsätze der Bundeswehr mehr zu enthalten, sondern
gemäß den Beschlüssen der Partei dagegen zu stimmen.«
jW 10.07.2010 (Richter)
Haltelinie wackelig
Nordrhein-Westfalens Linke wählt neuen Vorstand. Kampfkandidatur
um Vizechef. Hinter Personalentscheidung steht Frage der »Koalitionsfähigkeit«
mit SPD und Grünen
http://www.jungewelt.de/2010/07-10/042.php
Schäfer stimmte bei Sudan mit Enthaltung, sonst bei militärpolitischen
Abstimmungen mit Nein, wie alle Pazifisten.
SPIEGEL
Bundestagsradar
http://www.spiegel.de/flash/flash-22868.html
Listenansicht waählen! Dann bei Buchstabe S unter
LINKE suchen
nach
oben
5. Gehrcke zur bundesdeutschen Kriegs-
und Rüstungspolitik
Israel, Palästina, Libanon, Iran...
jW 10.07.2010 (Schulten)
»Regierung will keine Debatte über Waffendeal«
Staatssekretär gesteht erstmals Gespräche über Verkauf
von Kriegsschiffen an Israel ein. Ein Gespräch mit Wolfgang Gehrcke
http://www.jungewelt.de/2010/07-10/052.php
nach
oben
6. Srebrenica - Gab es das Massaker?
Das Massaker in Srebrenica an unbewaffneten Zivilisten muß geschehen
sein. Damit steht und fällt der NATO-"Grund" für den
Krieg gegen Jugoslawien, damit steht und fällt der Ruf gutbürgerlicher
Politiker hierzulande wie Schröder, Fischer.
So, wie die NATO-Kriegsstaaten - die unbedingt den blockfreien Staat Jugoslawien
zu zerlegen hatten - an der Existenz des Massakers hängen, setzen
die Überfallenen alles daran, zu beweisen, daß es das Massaker
von Srebrenica nicht gab. Einer der profiliertesten Köpfe ist Alexander
Dorin, den die jW nun interviewte.
Dorin hat sich bei seinen Nachforschungen sehr an muslimischen Quellen
(also der ehemaligen Gegenseite zugehörigen) orientiert und definiert
darauf gestützt die "magische" Zahl von bis zu 8.000 Toten
so:
Laut muslimischen Zeugen hat die bosnisch-muslimische
Armee auf der Flucht von Srebrenica nach Tuzla in Gefechten mit der
serbischen Armee und durch Minen zwischen 2000 und 3000 Kämpfer
verloren. 954 muslimische Soldaten, die lange vor dem Fall Srebrenicas
umgekommen waren, stehen auf der offiziellen Srebrenica-Vermißtenliste.
Fast 3000 muslimische Männer, die seit Juli 1995 als vermißt
gelten, stimmten 1996 bei von der OSZE überwachten Wahlen ab
viele übrigens als Flüchtlinge in europäischen Staaten.
500 muslimische Soldaten, die vor 1995 desertiert waren, finden sich
ebenso auf der Vermißtenliste. Mittlerweile hat das muslimische
Research and Documentation Center in Sarajevo eingeräumt, daß
weitere 500 Lebende gefunden wurden, die zu den Vermißten zählen.
jW 10.07.2010 (Schütz)
»Gefechtstote werden geleugnet«
Vor 15 Jahren marschierte die bosnisch-serbische Armee in Srebrenica ein.
Daß sie einen Völkermord an bis zu 8000 Muslimen zu verantworten
hat, ist zweifelhaft. Ein Gespräch mit Alexander Dorin
http://www.jungewelt.de/2010/07-10/051.php
nach
oben
7. Serbien/Kosovo-Provinz - Gebietsaustausch?
STANDARD 09.07.2010 (APA)
Laut Zeitung
Serbien will Gebietstausch mit Kosovo
Nordkosovo mit serbischer Mehrheit gegen südserbische Dörfer
mit albanischer Mehrheit - Initiative Belgrads sei nach IGH-Gutachten
zu erwarten
http://derstandard.at/1277337738019/Laut-Zeitung-Serbien-will-Gebietstausch-mit-Kosovo
Ausriß aus STANDARD:
Vor dem Spruch des Internationalen Gerichtshofs
(IGH) über die Rechtmäßigkeit der Sezession des Kosovo
von Serbien - das Verfahren wurde von Belgrad angestrengt - kommt es
nun im Nordkosovo vermehrt zu politischen Auseinandersetzungen und Gewalteskalationen.
Belgrad und nationale Gruppierungen versuchen zu verhindern, dass der
seit 2008 unabhängige Staat Kosovo seine Institutionen auch im
mehrheitlich von Serben bewohnten Norden verankert. Stattdessen soll
der serbische Staat weiter im Norden Einfluss nehmen. Prishtina hingegen
versucht mithilfe der internationalen Gemeinschaft unter dem Zivilen
Repräsentanten (ICR) Pieter Feith den kosovarischen Rechtsstaat
im Norden durchzusetzen.
STANDARD 07.07.2010 (Wölfl)
Kampf um den Nordkosovo wird heftiger
Prishtina und Belgrad zeigen Präsenz vor dem Spruch des Internationalen
Gerichts
http://derstandard.at/1277337618998/Kampf-um-den-Nordkosovo-wird-heftiger
nach
oben
8. Nahost - Die Bedeutung der Denkfabriken
"Deutsch-Israelischer Dialog", Ausriß aus BerlZ:
Vor nunmehr zehn Jahren fand dieses Gesprächsforum
zum ersten Mal statt, initiiert von der Stiftung für Wissenschaft
und Politik (SWP) in Berlin und dem Institut für Nationale Sicherheitsstudien
(INSS) in Tel Aviv, unterstützt von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung.
Ein kleiner Kreis von Parlamentariern und Nahostexperten beider Länder
trifft sich einmal pro Jahr, um die Sicht auf den Nahen Osten der jeweils
anderen Seite kennenzulernen, um tabulos über bilaterale Beziehungen
und Probleme zu diskutieren. Der konkrete Nutzen liegt auf der Hand:
SWP und INSS beraten die Regierungen ihrer Länder in außenpolitischen
Fragen.
Einen festen Platz auf der Agenda dieser Treffen haben der israelisch-palästinensische
Konflikt, die Beziehungen Israels zu den USA und zu Deutschland, die
Rolle der EU. Über den Iran wird gesprochen, den Israel als eine
ernste Gefahr für sich betrachtet und jetzt auch über die
Türkei. Erstmals zeigten sich die israelischen Teilnehmer, äußerst
irritiert: Die Kritik an Israel wächst und wird mittlerweile sogar
von deutschen Politikern geübt...
...Über Jahre meinten die Israelis, dass nur sie wirklich wissen,
was in der Region abläuft. Jetzt wollen sie von ihren deutschen
Gesprächspartnern Erklärungen, was in der Türkei eigentlich
passiert. Und Dialogteilnehmer berichten in der Pause von Anfragen,
ob die Deutschen ein solches Forum mit Israelis und Türken organisieren
könnten.
BerlZ 08.07.2010 (Doering)
Israelis bitten deutsche Kollegen um Rat
Experten aus Tel Aviv und Berlin reden über Nahost
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0708/politik/0045/
nach
oben
9. Ergänzungen
nach
oben
9.01 Gorleben - Untersuchungsausschuß
FTA Nr. 133/2010 vom 19.06.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3406,0,0,1,0#79
Ausriß aus telepolis:
Die Frage nach der politischen Einflussnahme auf
ein Gutachten der PTB zur potentiellen Eignung von Gorleben als Atommüllendlager
beschäftigt einen Untersuchungsausschuss des Bundestages. Doch
das Wort Beeinflussung nehmen die Zeugen nur ungern in den Mund. Ist
also alles in Ordnung mit dem PTB-Bericht, der in seinem Entwurfsstadium
noch eine Passage enthielt, die ausdrücklich die Untersuchung anderer
Standorte empfahl, die in der Endfassung nach einem überraschenden
Besuch von Mitarbeitern aus dem Kanzleramt, dem Forschungs- und Innenministerium
nicht mehr auftauchte? Reinhard Grindel (CDU) jedenfalls kommt zu dem
Schluss, dass es einen "transparenten und unabhängigen Diskussionsprozess
der Wissenschaftler" gegeben habe. Doch ganz so ist es offenbar
nicht.
telepolis 10.07.2010 (Duwe)
Endlager Gorleben: "Augen zu und durch"
Die Entscheidung für Gorleben fiel wider besseren Wissens
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32934/1.html
nach
oben
9.02 Jagd auf den Iran - Wieder Steinigungsgerücht
FTA Nr. 153/2010 vom 09.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#3
Da das Steinigungsgerücht geplatzt ist, versucht man es mit anderen
Mittel. Immerhin ist der Iran weltweit als eines der Länder bekannt,
in denen die Todesstrafe verhängt und vollzogen wird.
LAT 09.07.2010 (Daragahi/Katz)
Iran says woman won't be stoned to death
But activists and her lawyer fear she may be executed another way. She
denies committing adultery.
http://www.latimes.com/news/nationworld/world/la-fg-iran-stoning-20100710,0,5914453.story
BBC 09.07.2010
Iran woman escapes stoning death for adultery
The authorities in Iran have announced that a woman convicted of adultery
will not be stoned to death.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/world/middle_east/10565103.stm
nach
oben
9.03 BRD - Menschenrechte nur handverlesen
(G-Bay-Häftlinge)
FTA Nr. 153/2010 vom 09.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#65
Mela Kiyak ist nicht immer treffsicher mit ihren Glossen. Doch zu
dieser kann man immerhin sagen: geht so.
FR 10.07.2010 (Kiyak)
Kolumne
Liebe Guantanameros!
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/2832318_Liebe-Guantanameros.html
nach
oben
9.04 Vom "Gefährder" zum Terroristen (Rami M. u.a.)
FTA Nr. 153/2010 vom 09.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#68
Lüge oder Wahrheit? Die deutschen Sicherheitsbhörden müssen
erklären, weshalb sie Rami M. an den für Folter bekannten pakistanischen
Geheimdienst verraten haben. Es wird wohl eher Lüge sein, denn es
handelt sich immerhin nicht um belegte Fakten, sondern nur um die "Überzeugung"
der deutschen "Sicherheitsbehörden".
Ausriß aus FR:
Nach Überzeugung deutscher Sicherheitsbehörden
hat der Deutsch-Syrer, der vor drei Wochen in Pakistan verhaftet worden
ist, einen Anschlag auf die deutsche Botschaft in Islamabad geplant.
Es habe einen konkreten Hinweis auf eine solche Tat gegeben, hieß
es in der Regierung. Der 24 Jahre alte Rami M. war vor knapp drei Wochen
nahe der Stadt Bannu festgenommen worden. Dabei soll er mit einer Burka
verkleidet, bewaffnet und am Bein verletzt gewesen sein.
FR 10.07.2010 (Hebestreit)
Pakistan
Deutsche Botschaft im Visier
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2833070_Deutsche-Botschaft-im-Visier.html
nach
oben
9.05 EU - Wird deutsches Asyl"recht" entschärft?
FTA Nr. 153/2010 vom 09.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#5
Die Hetze im Vier-Buchstaben-Blatt stieß nicht nur FTA übel
auf.
jW 10.07.2010 (Jelpke)
BRD gewohnt repressiv
EU-Kommission will gemeinsamen Flüchtlingsschutz auf höherem
Niveau schaffen. Die Bundesregierung nicht. Boulevardblatt hetzt gegen
Asylbewerber
http://www.jungewelt.de/2010/07-10/046.php
SZ 09.07.2010 (sueddeutsche.de/dpa/AFP/dmo/pfau)
EU-Kommission gegen Regierung
Zoff ums Asylrecht
Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, soll es bald ein einheitliches
Asylrecht in der Union geben - zum Unmut der Regierung. Die Kommission
bestreitet, dass durch die Neuregelung "Asylbetrügern Tür
und Tor geöffnet" werde.
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-kommission-gegen-regierung-zoff-ums-asylrecht-1.972767
SZ 09.07.010 (Denkler)
"Deutschland schürt Ressentiments"
Die EU plant ein einheitliches Asylrecht, in Deutschland gibt es dagegen
Widerstand. Karl Kopp, Europaexperte der Flüchtlingsorganisation
Pro Asyl, über den Populismus der CSU und das Argumentieren ohne
Fakten.
http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-eu-asylrecht-deutschland-schuert-ressentiments-1.972729
nach
oben
9.06 Fritz Teufel ist tot - er diente der Wahrheitsfindung
FTA Nr. 152/2010 vom 08.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3426,0,0,1,0#1
BerlZ 08.07.2010 (Wdimann)
Wenn's der Wahrheitsfindung dient
Er war Mitbegründer der "Kommune I", Symbolfigur der '68er-Bewegung,
Fahrradkurier und einmal sogar der Retter des Rechtsstaats: Zum Tod von
Fritz Teufel
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0708/seite3/0003/
nach
oben
9.07 Sozialer Krieg gegen Arme
- Künftig noch mehr Zwangsarbeit
FTA Nr. 152/2010 vom 08.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3426,0,0,1,0#66
Die Zwangsarbeit in der BRD bekommt einen anderen Namen - "Bürgerarbeit".
SPIEGEL 09.07.2010 (ler/dpa/AFP)
Von der Leyen stellt "Bürgerarbeit" vor
Langzeitarbeitslose sollen künftig sogenannte "Bürgerarbeit"
verrichten. Arbeitsministerin von der Leyen stellte ein entsprechendes
Drei-Jahres-Programm vor. Bisherige Hartz-IV-Empfänger sollen künftig
alte Leute pflegen, Sporttraining für Jugendliche leiten oder Laub
aufsammeln.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705679,00.html
nach
oben
9.08 Die Koreas
- "Cheonan"-Untergang
an Northern Limit Line
FTA Nr. 146/2010 vom 02.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3420,0,0,1,0#72
Ausriß auch Tagesschau:
Die Vereinten Nationen haben die Versenkung des
südkoreanischen Kriegsschiffes "Cheonan", nicht aber
den mutmaßlichen Täter Nordkorea angeprangert. Der Weltsicherheitsrat
verurteile den Angriff und fühle mit den Angehörigen der Seeleute,
die bei der Explosion Ende März starben, heißt es in einer
einstimmig angenommenen Erklärung des mächtigsten UN-Gremiums.
Das Regime in Pjöngjang wird darin nur indirekt erwähnt. "Mit
großer Sorge" sei zur Kenntnis genommen worden, dass eine
internationale Untersuchung in Südkorea den kommunistischen Norden
für die Versenkung verantwortlich gemacht habe, heißt es
in dem Text.
Ob diese durchaus beachtlichen Zweifel an der Schuld Nordkoreas für
den Untergang der Cheonan auch in anderen deutschen Medien mitgeteilt
werden?
Allerdings wurden zugleich Zweifel an der Theorie
laut. Der im Mai veröffentlichte Untersuchungsbericht zu dem Zwischenfall
weise Ungereimtheiten auf, erklärten der Politikwissenschaftler
Jae Jung Suh und der Physiker Seoung Hun Lee auf einer Pressekonferenz
in Tokio. Beide arbeiten an US-Universitäten.
Dem Untersuchungsbericht vom Mai zufolge wurden unweit des Wracks der
"Cheonan" Überreste eines Torpedos gefunden, auf dem
in koreanischer Sprache "Nummer 1" stand. Dieser Fund wurde
von dem internationalen Ermittlerteam unter südkoreanischer Führung
als Beweis für einen nordkoreanischen Angriff gewertet. Der Physiker
Lee erklärte dazu, der Schriftzug "Nummer 1" hätte
bei der Explosion des Torpedos eigentlich von der Hitze zerstört
werden müssen. Dies lege die Vermutung nahe, dass der Schriftzug
erst nachträglich aufgetragen worden sei.
Tagesschau 09.07.2010
UN-Resolution zu Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffs Tat
verurteilt, Täter verschwiegen
http://www.tagesschau.de/ausland/nordkorea340.html
nach
oben
9.09 Gaza - Blockade bleibt
FTA Nr. 153/2010 vom 09.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#62
Von Libyen war lange Zeit nichts zu hören in Sachen Palästina.
Jetzt erinnert man sich an das Thema. Nur PR oder echte politische Empathie?
Ausriß aus FR:
Libyen will ein Schiff mit Hilfsgütern zu den
Palästinensern im Gazastreifen schicken. Der unter lettischer Flagge
fahrende Frachter "Hope" sollte am Freitagabend vom griechischen
Hafen Lavrion aus starten, sagte ein Sprecher der Botschaft Libyens
der Nachrichtenagentur dpa. Lavrion liegt etwa 70 Kilometer östlich
von Athen.
Das Schiff fahre im Auftrag der libyschen Hilfsorganisation "Gaddafi
International Charity and Development Foundation". Die Wohltätigkeitsorganisation
wird von Saif al-Islam al-Gaddafi, einem Sohn des libyschen Revolutionsführers
Muammar al-Gaddafi, geleitet.
Die Nachrichten-Website Oaelibya, die zu einem Medienkonzern des Gaddafi-Sohnes
gehört, berichtete, an Bord der "Hope" seien Libyer,
Araber sowie Bürger anderer Staaten. Wie viele Menschen sich an
der Aktion beteiligen, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Es
hieß, das Schiff habe 2000 Tonnen Medikamente und andere Hilfsgüter
geladen.
FR 09.07.2010 (dpa)
Nahost
Libyen will Hilfsschiff nach Gaza schicken
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2832498_Libyen-will-Hilfsschiff-nach-Gaza-schicken.html
Ausriß aus SPIEGEL:
Der libysche Staatschef Gaddafi hält die Zwei-Staaten-Lösung
für Israel und die Palästinenser für unrealistisch. Er
befürwortet die Gründung eines gemeinsamen Staates für
Juden und Araber.
SPIEGEL 09.07.2010 (als/dpa)
Gaddafi schickt Schiffe nach Gaza
Die Fahrt eines türkischen Schiffs endete mit einem Blutbad, jetzt
will Libyen der Bevölkerung im Gaza-Streifen helfen. Ein Frachter
mit Medikamenten und Hilfsgütern sollte noch am Freitagabend starten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705607,00.html
nach
oben
9.10 SWIFT-Skandal
FTA Nr. 153/2010 vom 09.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#61
heise news 09.07.2010 (anw)
SWIFT-Abkommen auch vom Bundestag gebilligt
http://www.heise.de/newsticker/meldung/SWIFT-Abkommen-auch-vom-Bundestag-gebilligt-1035029.html
SWIFT-Abkommen 24.06.2010
Council Decision on the conclusion of the Agreement between the
European Union and the United States of America on the processing and
transfer of Financial Messaging Data from the European Union to the United
States for the purposes of the Terrorist Finance Tracking Program
http://register.consilium.europa.eu/pdf/en/10/st11/st11222-re01.en10.pdf
37 Seiten = 180 kb
Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen:
Bundestag
Deutscher Bundestag Drucksache 17/2431
17. Wahlperiode 07. 07. 2010
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/024/1702431.pdf
5 Seiten = 130 kb
nach
oben
9.11 Hamas-Regierung/Israel
- Verhandlungen über
Shalit
FTA Nr. 147/2010 vom 03.07.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3421,0,0,1,0#74
FR 09.07.2010 (Yaron)
Israel
Ein Marsch der Solidarität
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2829455_Ein-Marsch-der-Solidaritaet.html
nach
oben
9.12 Palästina
- Fünf Jahre lang
BDS-Kampagne gegen Besatzer
FTA Nr. 153/2010 vom 09.03.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3427,0,0,1,0#2
Abzubauende Restbestände:
FTD 09.07.2010 (Mertins)
Bauen im Auftrag des Feindes Israel
Unaufhaltsam wachsen die jüdischen Siedlungen im Westjordanland.
Gebaut werden die neuen Häuser stets von Palästinensern. Ein
Besuch bei einem Bauunternehmer, der hin- und hergerissen ist zwischen
Profit und Politik
http://www.ftd.de/politik/international/:agenda-bauen-im-auftrag-des-feindes-israel/50140209.html?mode=print
sehr ausführlich
nach
oben
9.13 Bayern - Antifaschisten für CSU-Staat
nicht gemeinnützig
FTA Nr. 009/2010 vpm 09.01.2010
http://friedenstreiberagentur.de/index.php?id=142,3225,0,0,1,0#1
Der CSU-Staat kämpft nicht nur mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit
gegen a.i.d.a. - "antifaschistische informations-, dokumentations-
und archivstelle münchen e.V." - sondern auch mit dem Privileg
des Verfassungsschutzberichtes.
Eine erste Runde - vor dem VG München - hat a.i.d.a. jetzt verloren.
Aber der Verein wird weiterkämpfen: nächste Instanz.
Ausriß aus Presseerklärung von a.i.d.a.:
Das Verwaltungsgericht München hat in seiner
Entscheidung vom 28.6.2010 festgestellt, dass a.i.d.a. zu Recht im Verfassungsschutzbericht
2008 unter der Rubrik Sonstige Linksextremisten enthalten
ist. Für diese Entscheidung wurde seitens des Gerichts jedoch eine
nur äußerst oberflächliche Überprüfung vorgenommen
und ganz wesentliche Aspekte außer Acht gelassen:
Die Entscheidung ist im Wesentlichen darauf gestützt, dass im Internetauftritt
von a.i.d.a. einige Verlinkungen mit Seiten anderer Organisationen bestehen,
die ebenfalls im Verfassungsschutzbericht aufgeführt sind. Von
insgesamt über 100 wurden zwölf Links zu Organisationen moniert.
Dabei wurde vom Gericht auch nicht nur ansatzweise überprüft,
in welcher Verbindung a.i.d.a. mit diesen Organisationen steht und ob
diese Organisationen zu Recht im Verfassungsschutzbericht stehen oder
nicht. Allein die Tatsache, dass sich Organisationen im VS-Bericht befinden
und sich hiergegen nicht gerichtlich zur Wehr gesetzt haben, veranlasst
das Gericht, davon auszugehen, dass sie zu Recht darin aufgeführt
sind.
Unberücksichtigt ließ das Gericht dabei auch, dass a.i.d.a.
einen Haftungsausschluss formuliert hat, wie dies bei Links grundsätzlich
üblich ist und darüber hinaus auch noch mitteilt, dass die
verlinkten Seiten nur kursorisch überprüft wurden und nicht
die Meinung von a.i.d.a. wiedergeben.
Vielmehr verlangt es von a.i.d.a., dass es die volle Haftung für
die Inhalte von verlinkten Seiten übernimmt und auch selbst eine
umfassende Überprüfung dieser Organisationen vornimmt, andernfalls
sämtliche Inhalte als eigene Meinung zuzurechnen sind.
Damit steht die Entscheidung im Widerspruch zu einer Entscheidung des
Bundesverfassungsgericht, in der festgestellt wurde, dass ein Presseorgan
nicht als verfassungsfeindlich einzustufen ist, obwohl es nur bestimmten
politischen Meinungen ein Forum geboten hatte, ohne sich gleichzeitig
mit den einzelnen Veröffentlichungen zu identifizieren, da hier
ein zulässiger Markt der Meinungen vorliegt.
Ein großes Defizit der Entscheidung ist vor allem auch, dass die
politische Arbeit von a.i.d.a. ausschließlich nach dem Internet-Auftritt
und dort nur nach den Verlinkungen beurteilt wird.
Die fundierte und mehrfach ausgezeichnete inhaltliche Arbeit von a.i.d.a.
wird in der Entscheidung mit keinem Wort erwähnt, geschweige denn
gewürdigt. Dabei behauptet das Gericht selbst in seinem Beschluss,
dass eine Gesamtschau auf die Arbeit des Vereins vorzunehmen ist, die
sich nicht nur auf die offizielle Vereinssatzung beschränkt sondern
auch auf tatsächliche Handlungen, Pressemitteilungen, Verlautbarungen
und Äußerungen von a.i.d.a. sowie der für sie tätigen
Mitglieder erstreckt (Beschluss Seite 18).
Angelika Lex, Rechtsanwältin:
Das Gericht hat eine sehr oberflächliche Entscheidung getroffen
und sich bedauerlicher Weise nicht die Mühe gemacht, sich im Detail
mit den ausführlich vorgetragenen Tatsachen zu befassen. Die Verfahrensdauer
von 1 Jahr für eine Eilentscheidung ist daher unerklärlich.
a.i.d.a. wird nun unverzüglich Beschwerde beim Bayer. Verwaltungsgerichthof
gegen diesen Beschluss einlegen.
Marcus Buschmüller, a.i.d.a.:
Nach dieser enttäuschenden Entscheidung geht die juristische
Auseinandersetzung natürlich in die nächste Runde. a.i.d.a.
wird unterdessen weiter wie bisher fundierte Informationsarbeit gegen
die extreme Rechte leisten, politisch unabhängig, kritisch und
ehrenamtlich.
a.i.d.a. 07.07.2010
Pressemitteilung
Ein rabenschwarzer Tag für die Demokratie und den Kampf gegen Rechts
http://www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&view=article
&id=1937:ein-rabenschwarzer-tag-fuer-die-demokratie-und-den-kampf-
gegen-rechts&catid=53:pressemitteilungen&Itemid=1154
Merci an L.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Kuhlmann
FriedensTreiberAgentur (FTA)
Ausgezeichnet mit dem Düsseldorfer Friedenspreis 2010
|